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Wahlmanipulation (made in USA?)

Als Einwohner Österreichs wird man direkt gezwungen, die Vorwahlen des Präsidentschaftsamtes in den USA mitzuverfolgen. Die Medien sind voll davon.
In den Zeitungen kann man die seitenlangen Berichterstattungen ja noch überblättern, aber verfolgt man die Nachrichtensendungen in Radio und TV, ist man der manipulativen Maschinerie des Volksverdummung gänzlich ausgeliefert.

So kam auch ich nicht umhin, mitzubekommen, was sich in der mächtigsten Nation der Welt (hätten sie gerne, sie sind auch den ölfördernden Staaten unterworfen...) in Sachen Wahlwerbung alles tut.

Da konnte ich eine Entwicklung genau beobachten:

Hillary Clinton und Barack Obama, Mitglieder derselben Partei, lieferten sich eine Schlammschlacht auf´s Blut. Da wurde Schmutzwäsche gewaschen, die einen denken lassen könnte, nach den Wahlen gäbe es keine Waschmaschinen mehr!
Und kaum waren einige der kleineren Konkurrenten geschlagen und aus der Kandidatenliste gefegt worden, zeigten sich diese zwei Erzfeinde bei Wahlveranstaltungen Arm in Arm, scherzend, einander neckend wie die allerbesten Freunde.
All die Anfeindungen und gegenseitigen Beleidigungen waren vergessen, hatten nie stattgefunden, nun war man urplötzlich ein Herz und eine Seele, alles zum Wohle Amerikas.
Und das Volk jubelte und kreischte und spendete.

So einfach ist das.
Bei den Amis geht das.
Weil die Amis dämlich sind.

Achja, sind sie das?
Nunja, die breite Masse zweifellos, immerhin wurde Schorsch Doppelnull Gestrüpp wiedergewählt, aber die Frage müßte anders formuliert werden:
Sind US-Bürger dämlicher als Durchschnittseuropäer?
Und ich meine jetzt nicht Bildung, über dieses Thema könnte man ewig diskutieren.
Ich meine das DENKEN an sich.
Lassen sich US-Bürger leichter manipulieren als wir hier in Österreich, Mitteleuropa, Eurasien?

Um diese Frage zu beantworten braucht man sich nur die politische Geschichte Österreichs und Europas in den letzten Jahren ansehen:

Eine Koalition SPÖ/ÖVP haben den Staat beinahe in den Ruin getrieben, das Volk reagierte und die FPÖ bekam plötzlich Stimmenzuwachs.

So entstand die Koalition FPÖ/ÖVP, die gleich mal bewirkte, daß Österreich Sanktionen verpaßt bekam. Weil die FPÖ ja angeblich soooo rechts angelegt ist.

[Dazu muß ich sagen, damals war sie es noch nicht, das war ein Haufen von Nationalisten, aber nicht unbedingt vom rechten Ufer. HEUTE ist das was anderes, seit der Spaltung in FPÖ und BZÖ machen mir die Blauen nur mehr Angst...]

Die Sanktionen wurden vor allem von Frankreich und Deutschland und GB gefordert, den Staaten, in denen die meisten Ausländerheime brennen... 

 Damals, 1999, wurde ein Wolfgang Schüssel zum Kanzler.

VOR den Wahlen verkündete er lautstark, sollte seine Partei bei den Wahlen nur auf Platz drei kommen, würde er niemals in die Regierung gehen, absolut nur die Opposition käme dann für ihn in Frage. 

Seine Partei wurde Dritter.'
Und er Kanzler.
Ein arroganter Arsch von Kanzler, dem sein eigenes Ansehen (Aussehen?) wichtiger war als sein Land.

Die FPÖ und die ÖVP kamen gemeinsam auf keinen grünen Zweig, die Koalition zerbrach, es gab Wahlen, und was passierte?
Das Volk machte die ÖVP mit Schüssel an der Spitze zur stärksten Partei, und die verbrüderten sich prompt wieder mit der FPÖ.

So viel zum dämlichen Volk.

Oder nehmen wir Thomas Klestil her.
Gewählt zum Bundespräsidenten, nicht zuletzt wegen seiner konservativen Einstellung, seiner hohen Werte und seiner strengen Auffassung von Moral. (Und wegen seiner unzähligen Versprechen, von denen er kaum eines gehalten hat.)
Dann wurde bekannt, daß er seine Frau lange betrogen hatte, ließ sich scheiden und heiratete seine Mätresse.

Und was machte das österreichische Volk?

Es wählte ihn für eine zweite Amtszeit.

Sieht man sich in der jüngeren Vrgangenheit anderer Staaten um, findet man ganz ähnliche oder noch schlimmere Zustände, die die Dämlichkeit des Volkes repräsentiert. 

Es ist also leicht in Europa zu sagen, die Amis sind ja so dämlich.
Denn solange man vor fremden Türen kehrt, muß man es nicht vor der eigenen tun.
Muß man sich nicht eingestehen, wie blöd man eigentlich selbst ist.

Oder eigentlich mehr machtlos als hirnlos?
Entmachtet vom modernen Adel, der sich hinter der Fassade der demokratie versteckt...

9.2.08 18:03


das beste Lächeln

Täglich sterben Millionen von Menschen.
Tausende davon sind in meinem Alter.
Sie sterben an Krankheiten, Mord, Unfällen, Hunger, Vernachlässigung.
Keinen von ihnen kenne ich, und da der Mensch von heute schon abgestumpft ist, berührt mich keiner von ihnen bis tief ins Herz.
Deswegen verstehe ich nicht, warum mich die Nachricht vom Tod eines Heath Ledger so getroffen hat.
Ich weiß noch genau, ich saß noch im Auto um dreiviertel sieben Uhr morgens und wollte gerade zu meinem zweiten Klienten an diesem Tag gehen, da kam die Nachricht im Radio.
"Ganz Hollywood trauert um das Ausnahmetalent Heath Ledger, das gestern tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde."
Das war wie ein Keulenschlag. Minutenlang saß ich nur da und starrte vor mich hin. Machte den sinnlosen Versuch, diese Nachricht zu verdauen.
Heute noch finde ich diese Reaktion eigenartig, denn Heath war ein Mensch wie Tausende, Millionen andere - ich kannte ihn gar nicht.
Nicht persönlich, denn sein Schauspielerei schätze ich sehr.
In den Filmen "10 Dinge, die ich an dir hasse" und "Ritter aus Leidenschaft" zeigt er ein Lächeln, das einen umhaut.
Er hatte wirklich Talent.
Er war gutaussehend, nicht mein Typ, aber sehr gutaussehend.
Durch die Medien konnte man ein wenig Anteil an seinem Leben nehmen. Aber alles, was nicht beruflich war, interessierte mich weniger.
Ich sehe mir sein Bild auf einem DVD-Cover an und denke mir:
"Wow, einfach weg. Er lebte, hinterließ seine Spuren, beeinflußte und prägte das Leben von anderen, und nun ist er einfach nicht mehr existent. Nicht mehr da auf dem Angesicht der Erde."
Dieser Gedanke trifft mich wirklich hart. Er war so jung - in meinem Alter, so talentiert, so erfolgreich, und nun ist er nicht mehr da.
Erst nach Stunden,Tagen wurde mir klar, was mich wirklich so hart trifft.
Dieser Vorfall, diese Nachricht riß höchst unsanft ein Pflaster ab, das ich feinsäuberlich auf eine 2 Jahre alte Wunde geklebt hatte.
Und nun, da das Pflaster ab ist, erkenne ich, daß die Wunde darunter nicht geheilt ist, sondern sich entzündet hat. Sie wurde nie behandelt, sondern nur zugedeckt, nun, da die Abdeckung weg ist, quillt das Eiter ungehindert heraus.
Es tut weh. Aber immer wieder drücke ich darauf herum, versuche das Eiter herauszuquetschen.
Ich wage mich nicht an das Innere, an den Herd heran, also werde ich einfach wieder ein Pflaster drübermachen und auf die Heilung aller Wunden durch die Zeit hoffen.
Und offiziell um Heath Ledger trauern.
Um das frechste und unverschämteste und zugleich charmanteste und romantsichste Lächeln aller Zeiten.
26.1.08 11:41





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