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persönlich

noch immer

Meine Oma ist nun seit über einem Jahr, eigentlich schon fast zwei Jahre lang, tot.
Man sollte meinen, meine Trauerzeit sei nun vorbei.
Sogar meine Mutter, immerhin die Tochter meiner Oma, die wirklich schlimm getrauert hat und beinahe in eine Depression versunken wäre, hat es endlich überwunden.

Ich auch.
Oberflächlich.
Ich konnte mich von meiner wirklich auf´s Innigste geliebten Oma nicht verabschieden.
Ich war beim Begräbnis, aber ich konnte mich nicht wirklich von ihr verabschieden.
Und deshalb ist die Trauer wohl noch so wach in mir.

Ich lebe ganz normal, der Alltag hat mich in seinen Klauen, denke oft stundenlang nicht an sie, aber dann, plötzlich, ein Geräusch, ein Geruch, ein Wort, eine Stimme, eine Erinnerung, ein Bild, und alles ist wieder da.
Und dann ist der unterdrückte, verdrängte und überspielte Schmerz so heftig, daß er mir fast die Eingeweide herausreißt!

Es gibt da eine Comedyserie namens "Sabrina", in der es um eine Teenagerhexe geht.
Vor einigen Tagen schaltete ich das ein, da bekam Sabrina als Geschenk die Möglichkeit, eine bereits verstorbene Person zu besuchen.
Sie wählte ihre Oma aus, um mit ihr noch ein letztes Mal reden zu können.
Ich mußte den Fernseher ausschalten, ich heulte wie ein Schloßhund und konnte mich kaum mehr beruhigen.

Ich will auch ein letztes Mal meine Oma sehen können, ihr sagen, daß ich sie liebe, daß ich sie vermisse, daß sie mir so sehr fehlt.

Es ist nicht so, daß ich ihr zu Lebzeiten nicht gesagt hätte, wie gerne ich sie hatte. Ich habe ihr beinahe wöchentlich, als es auf ihren Tod hinging täglich, Briefe geschrieben, teilweise waren sie 10 Seiten und mehr lang. Sie wußte, daß sie mir in manchen Dingen mehr Mama war als meine Mutter. Sie wußte, daß ich sie verehrte.
Aber - es fand einfach kein Abschied zwischen uns statt.

Als ich sie das letzte Mal besuchte, war sie bereits vom Tod gezeichnet, aber wir unterhielten uns normal. Naja, nicht ganz, weil ich war ziemlich fertig, versuchte jedoch, es mir nicht anmerken zu lassen. Aber wir sprachen über Alltägliches und sagten einander nicht Lebewohl.
Und solange ich das nicht nachhole, werde ich wohl weiterhin bei jeder Kleinigkeit, die mich an sie erinnert, flennen.

So wie jetzt gerade.

Aber wie soll ich es nachholen?
Als mir klar wurde, daß sie den Kampf gegen den Krebs verlor und sterben würde, schaltete ich in mir irgendetwas ab. Ich reagierte total rational, klinkte die Emotionen aus. Als mich meine Schwester an einem Sonntag im Februar zu Mittag anrief um mir zu sagen, daß es zu Ende war, weinte ich nicht. Weil ich ja wußte, daß es so kommen mußte.
Doch dieses Unterdrücken der Gefühle rächt sich, jetzt kommen sie immer wieder hoch. In den unpassendsten Momenten. An manchen Tagen denke ich aus irgendeinem Grund ständig an sie und baue dementsprechend nahe am Wasser.

Wie wird das weitergehen?

Es tut so furchtbar weh, wird das nie besser?
Man sollte meinen, ein Altenpfleger kann besser mit dem Tod umgehen...

(2007)

20.1.08 15:06


Ja, ich glaube!

Glauben ist nur etwas für Schwache.

Diesen Satz höre ich so oft! Viele Menschen sind dieser Meinung, auch solche, die sich selbst für zivilisiert und intelligent halten. Wieviel Intelligenz braucht es, um eine solche Aussage ohne Respekt, Achtung oder Integrität zu machen?

Ich glaube an Gott und ich stehe dazu.
Ich werde oft angefeindet deswegen, ich sei dumm, leichtgläubig, naiv, zu faul um selbst zu denken...das sind noch die harmloseren Dinge die ich mir beinahe tagtäglich anhören muß.

Nun meine Frage an Euch, liebe Vorurteilsbehaftete: Jemand der schwach ist, könnte der das durchstehen und noch weiterhin an seinem Glauben festhalten, ihn vertreten, ihn verteidigen? Tag für Tag lebe ich meinen Glauben, werde verspottet, blöd angequatscht, ausgelacht. Und dennoch bin ich nicht bereit, in dieser Hinsicht meine Meinung zu ändern. Sehr schwach.

Es stimmt schon, oft mal, wenn jemand was Blödes über christlichen Glauben sagt, halte ich einfach meinen Mund, aber nicht, weil ich feige bin, sondern weil ich einfach müde bin, andauernd das selbe zu erklären, andauernd mich verteidigen zu müssen.

Obwohl ich die Verteidigungsposition langsam aufgebe.

Ich glaube, na und? Wenn es dir nicht passt, dann musst du ja nicht mir reden. Darüber. Und über anderes. Denn meine Lebenseinstellung, meine Ansichten, meine Ideale, sie alle sind von meinem Glauben geprägt.

Zu faul zum Selberdenken, wie?

Es gehört ganz schön viel dazu, sich mit der Schrift auseinander zu setzen, zu verstehen, was ihre Aussage ist, diese Erkenntnisse dann auf mein Leben zu projezieren. Faule Menschen tun sich diese Mühe nicht an. Und ich habe zu vielen Dingen meine eigene Meinung, aber wenn die nicht konform zur Bibel ist, dann überdenke ich sie noch einmal.

Jaja, Gehirnwäsche.

Aber ich bin nun einmal überzeugt, dass Gott für mich das Beste will, warum soll er in seiner Schrift dann etwas haben, dass nicht gut für mich wäre.

Ich übernehme die Aussagen und Meinungen der Bibel ja nicht einfach für mich, das wäre zu einfach. Ich überlege, warum ist das so, wo liegt der Gegensatz zu meiner bisherigen Einstellung, ich forsche nach, und dann entscheide ich mich. Und noch nie musste ich mich zwingen, etwas aus der Bibel zu übernehmen. Nach reichlichem Nachdenken  musste ich immer einsehen, dass Gott wirklich nur das Beste für mich will. Und dass das, was in der Schrift steht, wirklich gut durchdacht ist und felsenfest jeder Überprüfung standhält.

Es gibt natürlich auch Dinge, die man nicht überprüfen kann.

 Keiner kann beweisen, wie die Welt wirklich entstanden ist.

Aber in diesem Fall vertraue ich auf Gottes persönliches Buch, weil es in so vielen anderen Dingen auch recht hatte und mein Vertrauen verdient hat.

Ja, ich glaube an die Schöpfungsgeschichte.

Allein diese meine Aussage hat viele dazu veranlasst, meine Person als blöd abzutun. Wer kann denn schon an so etwas glauben!

Gott soll die ganze Welt in sieben Tagen mit seinem Wort erschaffen haben.

Ich finde, es braucht weniger Gutgläubigkeit und Vertrauen daran zu glauben, als daran, dass alles aus sich heraus von selbst entstanden ist. Man braucht sich doch nur umsehen in der Natur!

Doch genauere Ausführungen würden den Rahmen hier sprengen.

Ich kann nur wiederholen, was ich schon so oft gesagt habe: Ich glaube an Gott, den Schöpfer von Himmel und Erde, ich vertraue ihm mein Geschick und mein Leben an. Mögen mich die Menschen nun für dumm halten, es ist mir egal. Denn ich erfahre in meinem Glauben Geborgenheit, die nicht nur mit Gefühlen zu tun hat, denn Gefühle können irren. Ich erfahre Sicherheit, die mir ständig neu demonstriert wird. Und ich erfahre Liebe.

 

Ja, ich glaube.

20.1.08 15:05


Schlechter Mensch?

Ich ging einmal gerne zur Arbeit, voller Idealismus und Tatendrang.

Heute hasse ich meinen Job.

Und gebe trotzdem noch alles.

Ich lache nicht mehr in der Arbeit, ich mache keine Späße mehr, aber ich gebe hundert Prozent und mehr.

Und ärgere mich manchmal, weil andere weit weniger geben.

Und ich ihr Minus mit einem Plus von mir ausgleichen muß.

Ich arbeite sehr schnell.

Aus Angst, über mich könnte geredet werde, ich sei zu langsam.

Da ich dick bin, hab ich Angst, als langsam abgestempelt zu werden.

Ich arbeite doppelt so schnell wie manche meiner Kolleginnen.

Ich verstehe mich mit meinen Kolleginnen.

Ich verstand mich mit ihnen.

Durch den stetigen Streß wurde ich öfter mal krank.

Zwei Mal im Jahr in etwa.

Letztes Jahr war ich mal für drei Wochen krank, im Oktober, da war ich auch im Krankenhaus, war also nichts Harmloses.

Und jetzt im Jänner bekam ich eine Mittelohrentzündung. Mit Fieber.

Und blieb eine Woche zu Hause.

Als ich wieder arbeiten ging, wurde mir erzählt, was über mich getratscht wurde.

Von den Kolleginnen, die mir ins Gesicht lachen und heile Welt spielen.

Ich war ja gar nicht krank, ich hatte nur keine Lust zu arbeiten.

Und das, obwohl ich von der Arbeit nach Hause geschickt wurde, weil ich fast kollapiert bin.

Sowieso kein Wunder, ich bin ja so faul, weil ich so fett bin, dass ich nicht einmal meinen Arsch um die Ecke heben kann.

Außerdem bin ich schlampig, denn wer so schnell arbeitet, kann nur schlampig sein.

Das wurde von derjenigen gesagt, die immer mit mir zusammenarbeiten will, weil sie weiß, dass sie mit mir immer in der Zeit fertig wird.

Eine hat sich für mich eingesetzt: “Was habt ihr denn gegen sie? Die ist doch in Ordnung?“

Die Antwort lautete: „Ach, du kennst sie nur nicht, das ist eine ganz Arge.“

 

Ich fiel aus allen Wolken.

Ich war verzweifelt.

Ich bin im Moment wieder krank, meine Lunge, meine Nase, mein Rachen, meine Stirnhöhlen, alles voller Eiter.

Ich nehme zwei mal täglich Antibiotika.

Als meine Ärztin mich angesehen hat, war sie schockiert und hat mich sofort zum Röntgen geschickt.

 

Aber ich gehe nicht in Krankenstand.

Noch einmal halte ich das nicht durch.

Ich werde jetzt auf Wunsch meiner Vorgesetzten auf eine andere Station versetzt.

 

Bin ich denn wirklich ein so schlechter Mensch?

 

(2002)

20.1.08 15:04


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